"Die Kirche als die gesellschaftlich verfasste Präsenz Christi durch alle Zeiten bis zum Ende kann darum mit recht das Grundsakrament des Heils der Menschheit genannt werden, d.h. sie ist das unaufhebbar bleibende, dauernd Christus in der Welt präsent machende Zeichen dafür, dass die gnadenhafte Entelechie der ganzen Geschichte, die diese in Gott selbst hineinführt, wirklich in der Welt durch alle Schuld und Finsternis hindurch siegreich sein wird und wirklich als Heil und nicht als das Gericht in der Welt sich in deren Vollendung hinein durchsetzen wird."
Karl Rahner, Über die Sakramente der Kirche,19
Mittwoch, 12. November 2014
Montag, 10. November 2014
Wirkung
"Tagtäglich spricht Petrus durch den Mund der gesamten Kirche: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes" (Mt 16,16). Und jede Zunge, die den Herrn bekennt, macht sich die in diesem Ausspruch enthaltene Lehre zu eigen. Dieser Glaube schlägt den Satan in Bande und löst die Fesseln seiner Gefangenen. Er entrückt die Menschen dieser Welt und erschließt ihnen das Himmelreich. "Die Pforten der Hölle vermögen ihn nicht zu überwältigen (Mt 16, 18) ; denn Gott hat ihn mit solcher Kraft ausgerüstet, dass ihn weder jemals die Torheit der Ketzer verfälschen noch die Tücke der Heiden vernichten konnte." Predigt III
"Dieses Bekenntnis (Mt 16,16) werden die Pforten der Hölle nicht überwältigen und die Bande des Todes nicht umschlingen; denn dieses Wort ist ein Wort des Lebens. Wie es seine Anhänger zum Himmel erhebt, so stößt es seine Widersacher in die Hölle hinab. " Predigt IV
Leo der Große
"Dieses Bekenntnis (Mt 16,16) werden die Pforten der Hölle nicht überwältigen und die Bande des Todes nicht umschlingen; denn dieses Wort ist ein Wort des Lebens. Wie es seine Anhänger zum Himmel erhebt, so stößt es seine Widersacher in die Hölle hinab. " Predigt IV
Leo der Große
Mittwoch, 5. November 2014
Zusammensehen: "Auf dem Berg Sinai"
Auf dem Berg Sinai
Wir stiegen zu zweit auf, ich und mein Freund. Bei
der Zwischenetappe, dem Hain des Propheten Elija,
war eine Bergung. Als du aber
auf den Gipfel stiegst und
deine Arme ausbreitetest, war nichts.
und dieses Nichts, diese Klarheit,
war die Luft,
die mich heute erschaudern läßt.
Darin hast du die Erde geboren.
5.11.2014, 10:16, Fasten
Das Beisein des Heiligen Geistes und der Zug der Verwandlung der Welt
Fastenspruch
Der Heilige Geist ist da. Er ist der Geist des Heils. „Ich hinterlasse euch den Heiligen Geist.“ Die dritte göttliche Person, die mit uns ist. Der Beistand, der Tröster, der ganz konkret, innerer als mein Inneres da ist, der Geist der Liebe, der wartet bis wir ihn rufen, zur Hilfe und Unterstützung nehmen, der das Heil mit und durch uns wirkt. Die Erlösung der Welt und Eröffnung der Herrlichkeit des Himmels.
Das Wunder der Berührung, durch deinen Finger und die unfassbare Herrlichkeit der Betrachtung der Wiederherstellung, der Heilung der Welt und des Aufgangs deines herrlichen, warmen und hellen und fürsorglichen Lichts..
Auch die Befreiung der Philosophen von der Gefangenschaft in der Erstarrung und Abstraktheit oder dem materiellen, konsumistisch-physikalistischen Realismus der Dinglichkeit und des dürftigen artfiziell-technischen Vermögens in deine Liebe, in dein allumfassendes und trotzdem fügendes und schöpferisches Wehen. Die arme, verlassene und verzweifelnd kämpfende Vernunft, die Du mit deiner Gnade berührt hast und die sogar aus ihrem Tod Leben werden sieht und aus dem Lobsingen und Mitteilenwollen/müssen nicht mehr raus kommt. Der alarmierte Mensch, der zur Ruhe kommt. Zur tiefen tiefen, immer größeren Ruhe, in der und aus der allererst das Lebenssprudeln zu vernehmen vermag. Überhaupt (erst) hört, dass er lebt. Dass er gerettet ist, dass ihm das Leben gegeben und geschenkt ist, dass er nicht tot ist oder auch nicht vom Tod bedroht. Denn er spürt, fühlt, weiss die Unversiegbarkeit, weil er sie in der Unversiegbarkeit „seines“ (ihm mitgeteilten) Lebens ersieht und erfährt. Weil er weiß und zu erkennen beginnt, inwiefern er das Flammenzünglein, ein Flammenzünglein dieser unversiegbaren und trotzdem gefasstesten Mitteilung des Lebens, des ewigen Lebens ist, von jenem der ihm sein ewiges Leben mitgeteilt hat und der alles schön macht und der die Schlüssel der Macht der Verwindung des Todes hat, der Mitteilung des Lebens, der Heilung der Verletzung, der stockenden Unmöglichkeit und Verhinderung.
Führe alle und alles zu dieser Versammlung und diesem beflammten Aufgang und der Fuge und Um-Sammlung dieser eucharischen gemeinsamen Feier, dieses Mahles des Amtes der Welt, der himmlischen Welt, wie du es aufgegeben hast, was du hinterlassen hast, was du beauftragt hast, wozu du kamst
und zu dem uns dein Heiliger Geist führen soll,
denn der Mensch vermag das Beste und Vollendung vermag er zu wirken. In deinem und durch dein Amt verwandelt er die Welt.
Amen.
Samstag, 20. September 2014
Drache Pseudowisschenschaftlichkeit
"Pseudowissenschaft – das ist ein Despot, wie ihn die Welt bis jetzt noch nicht gesehen hat. Ein Despot, der über seine eigenen Priester und Sklaven verfügt, ein Despot der von allen angebetet wird, mit einer Liebe und einem Aberglauben, die bis jetzt undenkbar waren, vor dem sogar die Wissenschaft zittert und dem sie schmählich nach dem Munde redet."
Böse Geister, Dostojewski 330
Böse Geister, Dostojewski 330
Glauben/Nicht-glauben wollen
"Es ist schwer, die Götter zu wechseln. Ich habe Ihnen damals nicht geglaubt. Weil ich nicht glauben wollte, und habe mich zum letzten Mal an diese Kloake geklammert… Aber der Same ist geblieben und aufgegangen. Im Ernst, sagen Sie im Ernst, Sie haben doch meinen Brief aus Amerika nicht zu Ende gelesen? Vielleicht überhaupt nicht gelesen?"
Böse Geister, Dostojewski 326
Böse Geister, Dostojewski 326
Samstag, 6. September 2014
Warum
"Im Schrein verschlossen bleibt seit lang' der Gral:
so hofft sein sündenreu'ger Hüter,
da er nicht sterben kann,
wann je er ihn erschaut,
sein Ende zu erzwingen
und mit dem Leben seine Qual zu enden.
Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt,
gemeine Atzung muss uns nähren;
darob versiegte unsrer Helden Kraft.
Nie kommt uns Botschaft mehr,
noch Ruf zu heil'gen Kämpfen aus der Ferne:
bleich und elend wankt umher
die mut und führerlose Ritterschaft.
In dieser Waldeck barg ich selber mich,
des Todes still gewärtig,
dem schon mein alter Waffenherr verfiel;
denn Titurel, mein heil'ger Held',
den nun des Grales Anblick nicht mehr labte,
er starb, - ein Mensch, wie alle!"
Richard Wagner, Parsifal, 3. Aufzug
so hofft sein sündenreu'ger Hüter,
da er nicht sterben kann,
wann je er ihn erschaut,
sein Ende zu erzwingen
und mit dem Leben seine Qual zu enden.
Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt,
gemeine Atzung muss uns nähren;
darob versiegte unsrer Helden Kraft.
Nie kommt uns Botschaft mehr,
noch Ruf zu heil'gen Kämpfen aus der Ferne:
bleich und elend wankt umher
die mut und führerlose Ritterschaft.
In dieser Waldeck barg ich selber mich,
des Todes still gewärtig,
dem schon mein alter Waffenherr verfiel;
denn Titurel, mein heil'ger Held',
den nun des Grales Anblick nicht mehr labte,
er starb, - ein Mensch, wie alle!"
Richard Wagner, Parsifal, 3. Aufzug
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