Montag, 21. März 2011

Herausruf und Einstand

Gebet

"Weil aber die Gottheit als die subsistierende Güte unmittelbar durch ihr Sein die Ursache von allem Seienden ist, so muß die urgütige Vorsehung der Urgottheit von allen verursachten Wesen gepriesen werden. Denn um sie ringsumher und um ihretwillen ist alles, und sie selbst ist vor allem, und in ihr hat das All seinen Bestand. Ihr Sein ist es, durch welches die Hervorbringung und Subsistenz des Weltganzen begründet ist, und sie ist es, wonach alles hinstrebt, die geistigen und denkenden Wesen auf intellektuelle Weise, die ihnen untergeordneten auf dem Wege der Sinneswahrnehmung, die übrigen durch lebendige Bewegung oder durch die geeignete Beschaffenheit ihres Wesens und Zustandes."  
Dionysios Areopagita, Über die göttlichen Namen

Großer Gott,
es ist wunderschön mit dir und einzig in Dir
zu sein.
Jetzt komme ich zu Dir und jetzt darf
und vermag ich die Fülle deiner selbst
zu vernehmen.
Deine Fülle ist dieser unsichtbare Geist,
der uns umfängt,
diese Selbstverständlichkeit, in der du
und in die du alles hineinstellst
und sein läßt, wie und was es ist,
dieser unsichtbare Geist und diese
unsichtbare Kraft, welche die eigentliche
hervorbringende und bergende Kraft ist,
mit der und in der du alles Unzulängliche,
alles Bedrückte und Verletzte
aufrichtest zu ewiger Herrlichkeit,
welche die Unverbrüchlichkeit an
ihrem Gesicht hat.

Herr, du bist wahrer und allmächtiger
und wahrhaft liebender Gott,
denn allein du hast die Kraft und
die Macht alles stehen zu lassen,
wie es ist, alles sein und
damit frei zu lassen. Du
schenkst.
Du allein bist das Vollendete
und das Vollkommene. In
dir erfahren wir das Unvorstellbare,
das Überreiche und Übererfüllte,
welches aber trotzdem in sich
ständig und beständig bleibt
und uns ruhig und gewiß
entgegenleuchtet und
uns in der vollen Güte und
Gnade anblickt,
welche uns die Hand
ausstreckt zu dieser
selben Vollkommenheit und
Vollendetheit,
welche wir sein könnten,
welche wir in dir sein könnten,
in welche du uns taufen willst,
welche du uns angedeihen willst,
und wegen welcher Seligkeit
und Vollendetheit du sogar
herab- und hineingestiegen bist,
um uns, indem du dich
für uns von uns geopfert hast,
zu dieser und in diese
erneut zu führen
und um sie uns
in noch größerer
Schönheit und
Herrlichkeit
und Einweihung
zu eröffnen,

um uns in diesen Lichtkranz
der Unzerstörbarkeit zu setzen,
um uns in die Herrschaft zu setzen,
welche, in dir, in der Tat
die Herrschaft über das gesamte
Leben ist,
das du in als die solche
Strahlkraft
und Lebensunverbrüchlichkeit
schenkst und
gewährst.

Immer bist du das Vollkommene, Herr,
und immer bist du das sich vollkommen Erbarmende
und das Heilschenkenwollende.

Wir sehen nicht deine absolute Güte und dein Erbarmen
und deine absolute Macht und Umfänglichkeit.
Wir sehen nicht die Hand, die uns ständig entgegen-
gehalten wird, damit wir in jene Vollendung hinauf-
springen, oder uns herausziehen lassen
oder hineinwachsen lassen
in jenes Gesicht unserer selbst, das das
wahre, weil schöne, strahlende und d.h.
gute und das unbedingte und einzige ist,
das du uns gegeben hast
und zu dem du uns gemacht und
bestimmt hast. Du bist die Gabe
und der Geber dieses unseren Gesichts,
das durch dich als das leuchtet, was es ist.
Ein Störfall geht, heiliger Vater, durch unser Gesicht.
Wir wollen entweder nicht oder können nicht
seine Gewolltheit und Vollkommenheit
schauen, in der du uns liebst.

Vater, zeige uns die vielfältigen
und schönen Weisen und Fugen der Verflechtung
dieser Welt, wie sie in dir geschaffen
sein soll und aufgehoben,
wie sie die Spitze und Borte
sein soll, die dein Angesicht spiegelt
und die auf eine Weise eingerichtet ist,
die Bewunderung hervorruft
und erregt Erstaunen
über Maße,
weil in ihr  etwas Unmögliches eingerichtet,
einfach gesetzt und eingesetzt ist,
etwas das über alle Maße schön
(und mächtig) ist,
etwas das dich nicht nur spiegelt,
sondern das Du ist,
indem es die deinem Angesicht
entsprechende Welt ist.
Dein Mysterium, dein Sakrament,
deine Realität,
dein Symbol

der Kopf der Welt der herauskommt

Das Mystische des Fastens

Dieser Eintrag mag, wie es nun scheint, in der Tat wenig mit der Weltwerdung zu tun haben und er ist bedingt und inspiriert durch ein privates Erfahren, ein Erfahren des Fastens.

Jedoch könnte es sein, daß dies nur scheinbar so ist und daß in ihm Verhältnisse angesprochen sind, welche, wenn auch ungewöhnlich an Art und Herangehen, essentiell sind für das Werden und für ein mögliches Werden einer neuen Welt.

Ich möchte hier eine besondere, wie mir scheint, bisher und heutzutage vernachlässigte oder ungenügend verfolgte Eigenheit des Fastenprozesses eminent machen und herauskommen lassen.

Sie ist eine Eigenheit, welche das "Körperliche" des Fastens durchaus nicht negiert. Dieses steht heutzutage häufig und meistens im Vordergrund und ist als der einzige Verstehensrahmen und -Zusammenhang des Fastens entweder seine krasse Vereinseitlichung oder bedeutet mehr als sie meint.
Auf der anderen Seite möchte ich auch nicht über den herkömmlichen Interpretationszusammenhang des Fastens sprechen, welchen ich aber hier voraussetzen werde und von welchem ich ausgehen werde und welcher in der "spirituellen Verzichtsleistung" und Askese besteht, bei welchem der Verzicht auf das Materielle und eine somit damit verbundene Behauptung und Darbietung an Gott und die Transzendenz im Vordergrund steht und sie lange zu einer Kulturtechnik mit großer Prägekraft für die abendländische Kultur (bishin zu Max Webers Kapitalismustheorie..) gemacht hat.

Ich will von einer mir aufgehenden und begegnenden Eingenheit des Fastens sprechen, welche beiden innewohnt, welche beide unterschreitet und beide überschreitet und das zugleich und wechselweise entgegengesetzt und in einem Verhältnis, das etwas Drittes aus allen hervorbringt oder etwas Drittes abzeichnet und sich auszeichnen läßt, das ich das Mystische des Fastens nennen möchte.

In diesem Fall ist das Fasten, es mag auch noch "spirituell" vorbereitet und vorgeübt worden sein, ab dem Eintritt in die Phase des Fastens und des Verzichtes (zumal es sich um einen Verzicht handelt, der als ehemals existenziell angesehen wird, wie z.B. die gesamte stoffliche Nahrung und Versorgung) allein durch die damit verbundene physische Erfahrung der Befreiung von der Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme und damit des Abschneidens von diesem für uns und unsere Selbstverständigung prägenden Bereiches und die damit verbundene ganz unmittelbare Erfahrung der "Transzendenz" des eigenen Körpers und Selbsts (durch die Tatsache, daß man eben nicht an diesen Kreislauf angeschlossen ist, sondern von ihm getrennt und als Getrennter aber trotzdem existiert und dann auch sehr wohl existiert)  das Betreten einer mystischen und d.h. real-geist-körperlichen, pneumatischen Ebene und Welt und Dimension also, welche sich dadurch auszeichnet, daß sie eben nicht nur köperloser, also "geistiger" Natur ist, welche vielmehr ganz leiblich und körperlich ist und welche die Transzendenz mit dieser neugewonnen freien Körperlichkeit und befreiten Geistigkeit vereinigt, um so in die Sphäre der unmittelbaren Ereignung des Geistlichen versetzt zu sein.

In dieser Sphäre und in diesem Zustand geschieht dann die Transformation (Klärung, Vertiefung, Erweiterung, Vereigentlichung, der Aufgang) der "spirituell-geistigen" Begriffe und Verhältnisse auf eine physikalisch-leibliche Art als die Veränderung der mit ihnen verbundenen Wirklichkeitsverständigung und damit dann Wirklichkeit, als die Veränderung und die Modifikation der Wirklichkeitskonstitution, wenn davon ausgegangen wird, daß diese Bereiche wesentliche und zentrale Bereiche der Wirklichkeit sind, in welche mehr oder weniger eingestiegen werden kann, in welche man mehr oder weniger eingelassen sein kann oder an ihren Oberflächen, Vermeintlichkeiten oder Annahmen verbleibt.

Das Mystische des Fastens verändert und verwandelt die Wirklichkeit, es arbeitet mit der und aus dieser Wirklichkeit in Unmittelbarkeit oder in zumindest viel größerer Unmittelbarkeit und es ist die ganz besondere morphische Veränderung unseres Selbsts, welches als eine Einweihung oder als eine Taufe erfahren werden, welche sich immer mehr vertiefen und vereigentlichen, bis hin sogar zu einer völligen Übereinstimmung und Stimmigkeit im Absoluten-Kontingenz-Verhältnis, bis hin zu einer völligen und bewußten Geistestaufe und damit der totalen Einweihung und Immitatio. Einer entgegnenden unio mystica oder Vergöttlichung als das Aufgehen und Selbst-Ankommen in der Lobpreisung des Absoluten, Göttlichen, welche mich damit durch seine Vorstelligkeit und Offenbarkeit in seinen Blick und Geist taucht und damit erleuchtet, heiligt und schadlos einrichtet.
Das Mystische des Fastens ist dann die Arbeit an der (innersten und inneren) Konstitution der Welt. Sie ist dies natürlich nicht als Eigenmächtigkeit oder Anmaßung. Sie ist dieses immer als Gnade, als Gewährung, als Antwort und Entsprechung. Sie ist dies als der Weg und die Erfüllung der entsprechenden Antwort und als die gestimmte Bestimmung, welche das Absolute, der Gott stimmt und gestimmt hat.

Das Mystische des Fastens ist ein Sehen des Geistes. Es ist ein Sehen des Dritten und des Eigentlichen in dem man ist; in dem man ist, insofern man mit diesem fremdmächtigen Geschehen Umgang hat und in die absolut klärende Kraft und Macht seiner reinigenden Geistigkeit und Mächtigkeit und Leibkörperlichkeit geraten und gekommen ist; gekommen ist, weil man schon immer bestellt war; bestellt, weil man schon immer hinausgesandt werden sollte und war.

Das Mystische des Fastens und d.h. ein solchermaßen vollzogenes und passierendes Fasten ist die Initiation und die Vorstelligkeit des Selbst, meines Selbst, welches auf dem Weg der völligen Adäquation ist. Auf dem Weg der völligen Stimmigkeit und Aussetzungs- und Einordnungsfähigkeit unter und vor das Geleit und das Gesicht und die Macht und die Walt des Absoluten als des Gottes,
des Gottes, welcher die fruchtbare und die hervorbringende und aufgehenmachende, hägende und offenbarende Liebe ist, die Liebe, welche bereitmachen will zu sich und die sich geben will, weil sie nichts anderes ist, als die gewährte und geschenkte Liebe, die Liebe die sich völlig aussetzt, sich völlig "abhängig" macht und machen kann bishin zum Verlust ihrer selbst vor sich, bis zu jenem Verlust, der sie ihr selbst gibt, weil sie dort die absolute und die unzerstörbare Liebe ist und als solche aufgeht und alles, alle Welt und allen Geist vollkommen verwandelt, wie ein lebendigmachendes Feuer vollkommen anverwandelt, umformt und als ewig, unzerstörbar, unverwüstlich und neu, frisch, unschuldig stehen läßt, als die Geburt jenes neuen Anfangs und jener neuen Welt, welche die Ewigkeit lebt, ihre Endlichkeit darbringt und welche eine Einordnung hat, die vollkommen ist, weil sie vollkommen geformt ist und vollkommen frei ist und vollkommen vernommen und gewährt und angenommen ist dargebracht ist und sich darbringt.

Das Mystische des Fastens ist eine wunderbare, kurze Zeit, eine Zeit der totalen Erhebung, der Heiligung und des Glücks. Es ist eine Zeit beseligender Absendung.

Sonntag, 20. März 2011

Über den Sinn und Abschluß der Tätigkeit



Problemaufriß
Das Folgende ist eine kurze Betrachtung über den Sinn und Zweck der Tätigkeit, eine schematische Präsentation der Struktur des Sinns vollendeter Tätigkeit und einer Vollendung der Tätigkeit.

Unter dem Begriff der TÄTIGKEIT wird hier die Art des Gesamts des (gegenwärtigen) Betriebes der Welt verstanden.

Es kann sich dabei handeln, um die "kleine Tätigkeit", die Tätigkeit jedes einzelnen, sein eigenes Tun in seinem Leben, sein Lebenswerk und -schaffen, es gilt und bezieht sich aber genauso und erwägt die ganzheitliche, die allgemeine und umfassende Verfassung und Einrichtung des "menschlichen" Werkes und Tuns als solchen, seiner Ökonomie, welche dann auch eine Art Weltökonomie ist, sein soll. Oder werden.

Die Betrachtung, das kann vorweg gesagt werden, ist geleitet oder getrieben, angestachelt von einer Sehnsucht nach und der Ahnung einer Ganzheit und Aufgängigkeit und Erschöpfung, Vollendung oder Erschöpfungs- und Vollendungsnotwendigkeit des eigenen und des weltlich-menschlichen Tuns und Wirkens, zumal jetzt hier speziell auf dem Gebiet der Ökonomie, des ökonomischen oder Tauschhandels und der Einrichtung eines Haus- und Wirt-schaftswesens damit, das immer schon eine Ganzheitlichkeit (als Wesen und An-wesen) ist, immer schon auch der Rekursionsklärung der Offenheit und seiner Wiedereinrichtung bedarf.


Annahmen
Sie hat auch zwei große Voraussetzungsfelder und Interpretionen.

Sie geht einerseits davon aus, daß der Großtyp, der umfassendere Modus in dem sich die Tätigkeit als Eigenschaft als Typus bei "uns" und d.h. in der westlichen Welt und Zivilisation und unserer heutigen Lebenswelt, in allen unseren Lebensvollzügen also, typologisch und morphisch entfaltet, von der Art und Bestimmtheit der Ausdifferenzierung, euphemisch-neutral gesprochen, der Ausfransung, Verflechtung, Wucherung, Verwilderung und vor allem von einer höchsten systemisch-kybernetisch scheinhaften Verfügtheit und Gesteuertheit ist, daß sie vielmehr grundsätzlich unabgeschlossen ist und in und um eine Unaufgehobenheit sich versammelt, um eben da sich nicht endgültig versammelt und verfügen zu können. Die Autopoiesis der systemtheoretischen Kybernetik ist eine phantomartige höchstens und sie produziert von daher auch letztlich nur Gespenster und Phantome, die höchstens maschinell-systemideologisch verfaßt sind, aber denen auf jeden Fall jegliche Art der organischen Selbstverfügtheit abgeht, welche für eine Wesenskonstituierung wesensnotwendig und Bedingung dafür ist, um von einer Wesenheit zu sprechen. Und da diese abgeht, kann man sagen, daß wir in einem grundsätzlichen Zustand der tendenziellen Wesenlosigkeit der Tätigkeit und des Walt- und Lebensfeldes damit selber uns befinden. Daß wir in seltsam paradoxen Bereichen der bis hin zur völligen Untätigkeit und Stagnation und der gleichzeitigen Sturmhaftigkeit und Übertriebenheit des Tuns und Ausrichtens uns befinden, welche allerhöchstens noch von den alten Resten an Bestand zehren, welchen sie aber zu verzehren scheinen und welcher, ob seines Verbotes, selber eingeht und sich zurückzieht und verbirgt.
Der Tätigkeit fehlt jeglicher wirklich dann auch Bestand anzeigen könnende Sinngehalt und eine sinnvolle Aufhebung und Aufhebungs- und Vollzugs- und Darbringungsweise, welche die Tätigkeit zu einer Tätigkeit des selbsterträglichen und d.h. generativen und schöpferisch-insistentialen Sinnes machen, welche sie allererst zu einer Tätigkeit machen und ohne welche Tätigkeit bald ausgehen und implodieren muß und das auch auf dem höchsten Niveau der scheinbaren Tätigkeit und auch für plötzlich tun kann. Der Gipfel diese Art der uneigentlichen Tätigkeit wird erreicht, wenn diese Uneigentlichkeit und auch eigentliche Sinnlosigkeit zur Normalität wird, Normalität selber wird, Veranstaltung des explosiven Schwundes. Eine Feuerwerksveranstaltung für wehmütige Klassen.

Die andere Annahme von welcher die Betrachtung ausgeht und welche sie als Annahme annimmt, ist jene, daß es eine Form und Figur, ein Verhältnis der Tätigkeitsverfügung und Wesensverfügung gibt, das als wesentlicher Bestandteil unseres Systems selber von diesem System augenblicklich ausgestoßen und verdrängt und als einziges! verdrängt wird, und welcher als solcher zu unserer Geschichte und der unserer Kultur, also unserem Kulturprogramm gehört, und welche ein Modell und eine Weise der optimalen und der absoluten Tätigkeitsverfügung und Wesenseinrichtung darstellt, welchen ich, als Angebot für die Betrachtung und Diskussion, hier wiederauferstehend ins Feld werfen und aktualisierend übersetzen und adaptieren will.


Die Vernunft der Vollendung - vollendete Vernunft
Unserem vorherrschenden Denken bereitet es größte Schwierigkeiten oder wird es größte Schwierigkeiten bereiten diesen Vorschlag als einen rationalen rational aufnehmen zu können und zumindest seinen rationalen Teil rational einzufügen und zu verhandeln aus einem einfachen Grund, weil er aus einem Bereich kommt, aus dem Nichts für diesen Bereich des augenblicklichen gegenwärtigen Denkens und LebensVerfassens dann kommen darf oder kann! Kann, weil die Gefahr und die höchstwahrscheinliche Wahrscheinlichkeit gegeben ist, daß es als überhaupt ein solches registriert, erkannt und verhandelt werden kann, weil es per se verdrängt und ausgeschlossen ist und scheinbar ein Anderes, das Andere der Vernunft ist.

Aber es stellt sich anders heraus als die Vernunft es sich in diesem ihrem Stadium der scheinbaren Vernünftigkeit vorstellt. Die Vernünftigkeit der Alternative überkommt und überzeugt damit die Vernunft daß sie sie annimmt und annehmen muß und als ihr Eigenstes annehmen will, was sie dann aber auch nicht machen wird können oder sollen. Denn die Lösung beinhaltet mehr. Sie beinhaltet immer und stehts mehr als das, was sie beinhaltet. Sie ist eine unerschöpfliche und wundervolle Einrichtung und Lösung, um mit diesen hier noch schillernden Begriffen vorauszuleuten.


Die Eröffnung und Darstellung der Figur der Vollkommenen Tätigkeit 
Sie kommt aus dem Bereich der Religion. Genauer aus dem Bereich der christlichen Religion und sie kommt aus dem Bereich der Liturgie (und damit an sich schon aus der Mitte und aus dem Herzen der Einrichtung und der eigentlichen und wesenhaften und vollendeten Einrichtung der Wirklichkeit und Welt). Sie ist ein Medium und DAS Medium der Heilsökonomie. Sie ist die Mitte der Liturgie und auch, das wird sich gleich zeigen, die Mitte der Welt.

Ich werde natürlich an dieser Stelle nur eine Seite, nur eine Ebene und Schicht und Dimension aus dem Gesamt dieses Lösungsgesamts und Allheilmittels herausextrahieren und zwar seine schematisch-formale Seite, die Seite des Schematismus seines Vollzuges.
Dieser soll dann ansatz- und keimhaft sein Heilsames für den Vollzug und die Erfüllung der Handlung und Tätigkeit herausstellen und projizieren.

Ich rede von der Tätigkeitsstruktur des Heiligen Amtes der Eucharistie. Daß diese "Idee" nicht abwegig oder pekuliärer Natur ist, erweist sich, wenn man bedenkt und sich erinnert, daß diese auch das commercium admirabile heißt und daß sie damit den bewunderungswürdigen, jenen überaus bewunderungswürdigen Tausch und Handel darstellt, welcher in der Lage ist, als der bewunderungswürdige, die Krone und die Summe und die Vollendung aller jener anderen Kommerze und Händel und Taten und Versuche und Unternehmungen zu sein, welche nicht unerstaunlich sind, welche aber nicht eine solche Entfaltetheit und Eingefaltetheit in sich enthalten,daß sie schlicht zu einer bewundernden Anwunderung und soz. in die Verneigung und Verbeugung und in die totale Anbetung und in das totale, erlösende Erstaunen und einen ekstatischen Jubel versetzen, welcher vor allem ein Jubel ist, dessen das sich selbst nährt und das damit alles andere nährt und zu nähren und zu erbringen vermag und daß dieses nun augenblicklich gegenwärtig ist und angesichtig geschieht und zum Heil und vor das Heil versammelt, um in eine heile Tätigkeit und Ertätigung zu erlassen, welche zwar frei und entlassen eben ist, aber zugleich auch erfüllt und voll ist und über die Vermittlung der Gesamtheit verbunden ist in der Verbindung des alles, das sich in einer entlassenen, freien und zugleich gebundenen und rückgebundenen und aufgehobenen und wiederertragenden Erträglichkeit ereignet, welche die der unendlichen Selbsterträglichkeit, der unendlichen absoluten und ewigen Autarkeia ist, welche der Tausch der Tätigkeit mit der absoluten Tätigkeit und dem Absoluten ist, das der Grund und die Fülle und die Möglichkeit aller Tätigkeit ist, welche die mögliche Tätigkeit ist in ihrer Versammlung.

Die Tätigkeit der Entfaltung braucht also eine Versammlung und einen Garanten der Versammlung. Dieser muß und soll aber ein solcher sein, welcher nicht nur sinnlos bündelt und somit das Einzelne und das Entfaltete des Gebündelten übergeht und damit das Gesamte des Gebundenen und Versammelten verhindert und damit die Versammlung selbst zu einer bloß scheinhaften macht. Die Versammlung und Darbringung und Darbietung muß also eine sein, welche in Freiheit sammelt und welche eine freie Darbringung ist. Das Freie der Sammlung und Darbringung gewährleistet dann auch oder ist der Spiegel, das Reverse der Unendlichkeit und der Unerschöpflichkeit und der allvermögenden Vermögendheit des Versammelten und Versammelnden. Es ist eine freie Versammlung und Darbringung.
Und jede freie Versammlung und Darbringung zeugt ein Versammeltes und Dargebrachtes das, in sich frei und aus Freiheit und dargebracht und als reine Darbringung und Selbstgabe, das Ewige, das Unendliche, das Unfassbare ist, welches gegeben wird.

Die unendliche, freie und gewährte Tätigkeit ist jenes, was aller Tätigkeit und allen Tätigkeiten Sinn verleiht, sie entläßt, sich befreien und wieder zurückversammeln läßt in sinnvoller und doch unfaßbare und doch augenblicklicher und gegenwärtiger unendlicher Tätigkeit,
welche vor erst mal das commercium admirabile selbst ist, der Handel der Bewunderung erregt.

Heruntergebrochen und auf die Ebene der Strukturalität "unserer" Gegenwart und Gegenwärtigkeit gebracht bedeutet das in der struktural-funktionalen Sprache einer wirklich werdenen Kybernetik und autopoietischen Systemtheorie. Es ist insofern ein Beitrag auch zur Wissenschaft des Heils, der sciencia salutis, der gnosis soterias (Benedictus Canticum des Lukasevangeliums und der Laudes), eine Äußerung der Heilsökonomie:

Die vielfältigen Dinge und Vollzüge der weltlichen Wirklichkeit kommen in ihrer Darbringung zu ihrer Vollendung.

Dem Grundsatz folgt ein Weiteres. Dies kann dann der Grundsatz II sein:

Das Dar- und Vorgebrachte wird (als das der absoluten Möglichkeit, der Potenzialität und der Allvermögendheit und d.h. dann immer auch dem Ermöglichenden und dem All-mächtigen als dem Allvermögendem und dem Hervorbringenden und d.h. dem SCHÖPFER, welcher die unendliche willentliche und personal-leibliche Möglichkeit ist, also als das diesem Dargebrachte) in die absolute Möglichkeit, die Potenzialität getraucht und somit von seiner Bestimmtheit befreit und eröffnet.

Es wird, das ist der Grundsatz III, dann auch zurückgewährt und als das dargereichte Empfangene, nach dem Getetz der Gabe, aus der Möglichkeit und als das verwandelte und d.h. allmächtig und unendlich Verwandelte wiedergewährt und geschenkt. Die Darbringung erwirkt zwar nicht, aber läßt (aufgrund des eröffneten Flußes der Kommunikation und dann der Kommunion, zwischen Bedingtem und Unbedingtem, welches das Ganz Andere, das Unverfügte, das Jenseitige ist) eine Empfängnis und einen Empfang gewähren, welcher der unbedingte und absolute Empfang ist,

welcher die, das ist der IV. Grundsatz, die absolute Gabe ist, welche aber hiesig ist, in unserer Welt ist, als unendliche und unerschöpfliche und welche kommuniziert und konsumiert werden kann, um somit die Teilhabenden selbstredend zu verewigen und d.h. zu verwandeln in die Vollkommenheit.

Das ist die Struktur der Vollendung und des ursprünglichen Abschlußes der Tätigkeit, welcher der Sinn an sich ist, der Sinn in seiner Wirklichkeit und d.h. Erscheinung und Darstellung (doxa). Dies ist die Konkretisierung und Vollendung damit der autopoietischen kybernetischen Systemtheorie.

Freitag, 18. März 2011

Beispiele der Erlösung und Befreiung

Ich war ganz tief im Vater unser Gebet und versuchte und ich war dann und sagte:

"und erlöse uns von dem Bösen

und ich sah in dem Augenblick, zuvor, während des Gebetes, ging so ein Geist und so eine Wirkung über mir aus und so daß ich am Schluß gerade als ich das "erlöse uns von dem Bösen" aussprach mich auch gleich in dem Erlösten erkannte und befreit war gerade von allem B. . Denn ich war in Gott und umhüllt von Gott und es war nichts als Gott in Form hier einer völlig durchsichtigen und klaren wie einer Seifenblase! ein Geist, in dem keine Abweichung war, Stimmigkeit war, weil alles auf Gott und das Göttliche ausgerichtet war, weil nichts anderes als diese Klarheit da war, in der alles war (auch alles, alle Gegenstände aufgehoben waren, die um mich waren und die ich sah und vernahm.) und ich aber  eine besondere Weise des Gefühls, Empfindens und Selbstgewahrens des eigenen Herauskommens und Standes hatte, ganz ich war, herausgestellt und doch ganz in mir, ich!, weil ich befreit war und ermöglicht für alles, befreit von der Befangenheit in Eventualitäten oder gar völlig verloren und bestimmt von Wegbiegungen, Aspekten, von manchen Scherben, oder einer "Scherbe", an der ich normal festhielt und die ich für das Leben und alles und dann auch für "mich" hielt.

Deswegen stelle ich das Gebet hier heraus, welches auf das Vater unser der Laudes, des Morgengebetes und des Morgenlobes, folgte und welches in seiner Schönheit in seinem wunderbaren Licht und Lich- und -strahltherzen hier leuchten möge und wirken, der Welt:


"Herr und Gott, schenk uns den Reichtum deiner Gnade und lenke unsere Schritte auf dem Weg deiner Gebote, damit wir schon in diesem Leben Trost und Frieden finden und einst die ewige Freude erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus."



Zusatz

2.4.11
Wer kann außer der Schönheit deines Gesichts, ernstlich und als erstes, etwas anderes wollen?
Du hast uns von dem Bösen, allmächtiger, lieber unser Vater,
erlöst,
denn du hast uns dein liebend, uns allwollendes und dich nach uns sehnendes Gesicht
und uns eben liebend wollendes und liebendes Gesicht gezeigt,
du hast dich uns gezeigt, als jenen, welcher das unverbrüchliche, lichtstrahlende Leibleben hat,
welches das Gute an sich und als solches ist,
das du uns für uns hingegeben hast, auf deine eigenen Kosten,
indem du dein Leben für uns hingabst und
dich für uns geopfert hast
und aber dich auch da noch unendlich übermächtigend und siegend erwiesen hast,
auch in diesem Verlust und Niedergang und Tod,
dich als den allsiegenden Übersieger
und uns somit als den unvergänglichen und ewigen Schöpfer
gezeigt und damit gegeben,
in den Mund gelegt hast
und somit erneut in unseren
Leib Eingang gefunden hast,

und wer, wer, frage ich da, kann denn,
wenn er nicht vollkommen verrückt und nicht der Rede und Beachtung wert selbstvernichtend
und selbstverhindernd ist,
wer kann denn von dem Gut, das so gut ist,
sein Auge abwenden und einem Hinfälligen, Geringerem zuwenden,
oder es an es "anbetend" hängen,
in welchem Akt, nach dem Heiligen Vater Augustinus, das Böse
oder der Akt des Bösen besteht, der ja nichts ist.
Wer kann auch nur den Gedanken empfangen,
außerhalb dieser unendlich nährenden und erhaltenden Sonne,
dieses Ursprungs und Quells von allem,
und damit ins Dunkel, in den Schatten,
in das Verderben
sich begeben zu wollen,
wer kann außer diesem Gut allein, das du bist, und als welches du dich uns erzeigst,
auch nur daran denken, wo anders sein und was unähnliches haben zu wollen?

So setzt du uns durch deine Überfülle und Übergüte frei,
befreist du uns von jenem Bösen,
welches das irrtümliche Abkommen
von diesem ewigen und selbsterhaltenden
deines Lichts und deiner Sonne
und ein irrsinniges Zuwenden zu einem Mäßigerem,
Unlänglichen und dann in der Folge
Verderblichen und
Tödlichen ist,
welches du mit deiner Güte
überkommst
und, dich für uns opfernd,
zu deiner Güte
machst.

Donnerstag, 17. März 2011

THEOLOGISCHE EXKURSE II: Das Therapeutische des Kreuzes

                                           © Gisela Wichern,www.fenster-zum-himmel.de
"Er rief also in seinen Gebeten diesen Gott an und flehte inständig zu ihm, er möge ihm offenbaren, wer er sei, und ihm zu dem bevorstehenden Unternehmen hilfreich seine Rechte reichen. Während der Kaiser aber so betete und eifrig darum flehte, erschien ihm ein ganz unglaubliches Gotteszeichen, das man wohl nicht leicht gläubig hinnehmen würde, wenn ein anderer davon berichtete; da es aber der siegreiche Kaiser selber uns, die wir diese Darstellung schreiben, lange Zeit hernach, als wir seiner Freundschaft und des Verkehres mit ihm gewürdigt worden waren, erzählt und sein Wort mit Eidschwüren bekräftigt hat, wer sollte da noch Bedenken tragen, der Erzählung Glauben zu schenken, zumal auch die Folgezeit der Wahrheit seines Wortes Zeugnis gab? Um die Stunde der Mittagzeit, da sich der Tag schon neigte, habe er, so sagte der Kaiser, mit eigenen Augen oben am Himmel über der Sonne das Siegeszeichen des Kreuzes, aus Licht gebildet, und dabei die Worte gesehen: "ούτω νίκα", „Durch dieses siege!“ Staunen aber habe bei diesem Gesichte ihn und das ganze Heer ergriffen, das ihm eben auf seinem Marsche, ich weiß nicht wohin, folgte und dieses Wunder schaute."
Eusebius von Cäsarea , Das Leben Konstantins

Die europäische Geschichte, wie wir sie kennen oder noch gekannt haben, nimmt mit diesem Ereignis bekanntlich ihren Ausgang. In jener Atmosphäre aus glühender Schlachtfeldatmosphäre, Dringlichkeit und Bedrohtheit, glühend-tranceartig versenktem Gebet und einem höchstwahrscheinlich glühenden Wetter geht diese Erscheinung, erscheint diese Szene als das intrinsische Mal, als die geheime Festlegung dieses Kontinents und seiner Geschichte. Sie muß damit dann auch als eine Geschichte, und nur als die Geschichte?, des Mysteriums und des mysteriösen Siegens über und durch das Kreuz geschrieben und gesehen werden können. Vielleicht ist dann, wenn das geschieht, die Geschichte und die Bestimmung dieses Kontinent dann doch nicht vergangen und vorbei ohne daß  sie damit zu einem lauen  Dahingleiten auf den stillen Meeren der Geschichte verurteilt ist oder in sich hinein zu verschwinden hätte oder von Zeit zu Zeit hysterische Erweckungen und Peinlichkeiten nötig hätte, welche nur ihren eigentlichen Tod bestätigen. Aber das nur neben her. Mir geht es und ging es mit diesem staurologischen Text, also einem Text über das Kreuz und sein "Wesen", um etwas anderes.

Das Kreuz wird hier nicht als das "Siegeszeichen" gesehen. Es wird als das therapeutische und als das "Therapiezeichen" gesehen! (Ich will nicht gleich und bewußt nicht auf die Verwendung des dann doch bekannten und gebräuchlichen, aber auch am Anfang noch unbedeutsamen Begriffes des Heils und damit des Heilszeichens kommen.) Die Therapiehaftigkeit des Zeichens bedeutet aber nicht eine Nicht-Siegeshaftigkeit. Dieses Moment, das Moment des Sieges und des Siegens und des siegreichen Hervorgehens wird hier einfach noch ausgeblendet und nicht explizit thematisiert. Wie fern aber liegt es, es dann zu verwenden? ..dann wenn das Therapeutische und das Heilsame damit des Kreuzes vielleicht herausgesellt worden ist und sich erzeigt und/oder erweist hat.

Ich will deshalb diesen Text und diese Betrachtung bewußt "ganz niedrig" ansetzen. Ich will die Wirkung und dieses empirische Experiment soz. auf einer ganz elementaren Ebene betrachten, betrachtet sehen wollen und dort einschließen. Ich will also rein "naturwissenschaftlich"-unlebendig-schematisch und geometrisch soz. vorgehen wollen. Ich will ein einfaches Gesetz herausfinden und herausstellen, eine einfache mechanische Bewegung, oder ein einfaches mechanisches Verhältnis vielleicht doch (Ein Verhältnis, sage ich, und mit diesem als einem Verhältnis wird dann der ganze dynamische Zug anfangen und in ihm enthalten sein und sich befinden bis hin zu jener theologischen Darstellung und Lebendigkeit und Konkretheit der Lehre der Kirche und des gelebten Glaubens über das Kreuz und seine Heiligkeit heißt es damit und sein hochheiliges Gehemnis..)

Die strenge wissenschaftliche und "naturwissenschaftliche" Anordnung und experimententale Modellaufstellung sozusagen hat aber doch eine Voraussetzung oder einen ganzen "Berg" von Voraussetzung zur Voraussetzung, der dann doch nicht aus Exaktheits- und Redlichkeitsgründen in den Akten des Experiments unerwähnt bleiben soll und darf und der verzeichnet und notiert werden muß.
Er bedeutet eine Voraussetzung und "Unterstellung", Hypothese über das Wesen und die Beschaffenheit damit und die Verfassung des "kranken" und dahinsiechenden und unzulänglichen Leibes, jenes Leibes, der geheilt werden soll, jenes Leibes und jener Beschaffenheit, die vom Leid und der Krankheit und der Unzulänglichkeit und dem Siechtum befreit werden soll, wenn geheilt wird und das Heil hergestellt.

In diesem Fall bedeutet das Kreuz und das Kreuzigen, und das soll hier durchaus nicht und auf keinen Fall zynisch und verächtlich und verderblich gemeint sein, das Aufspannen und damit den Aufriß, die Öffnung und Eröffnung eines Insichverkauerten und -eingerollten. Sie bedeutet damit auch, auf eine gewisse Weise, sein Ende. Das Ende des Zusammengerollten und (schmerzlich vielleicht) In sich-Zusammengekauerten und Verletzt-Abgewandten oder Ratlos-Gewordenen. Das Aushauchen. Sie bedeutet das Aushauchen. Das Ende. Den Tod.

Sie bedeutet aber auch (als der Auf-riß) die Öffnung und die Auf-Stellung (welche, wenn auch über "den Tod" gehend und das Aushauchen), welche ja gerade das Zusammenballende und d.h. den Krampf, welcher die "Ursache" jener "Krankheit" ja war, öffnet und löst und so und aus dieser Aufreißung, den Raum in die Konstellation einführt, welcher ein freier Raum ist und als Raum das Gestell ist und das Koordinatensystem, um das sich als das Feste und Beständige und als das Weitesmöglich-Aufgespannte und das Nahestmöglich-Zusammengetragene der beiden engegengesetzten Dimensionen und Richtungen in ihrer Vierung das Jeweilige und das jeweilige Einzelne neu heil anordnen und formieren kann, in welchem das Kreuzhafte des Kreuzes (vorausgesetzt nur, daß es willentlich oder bewußt oder gewollt-mitgehend vollzogen wird und nicht in dem Widerstand seines Aufreißens sich verausgabt und somit wirklich in einem Ende verendet, das nicht mehr öffnet und das nur Implosion, Eingang und ein Verenden ist) für die Transformation jenes "Lebensgeistes" (und d.h. meistens des "Lebensgeistes" in einer bestimmten formativen Formierung und Bestimmtheit, als "Krankheit", "Problem", Sorge, bedrückendes Gefühl etc.) sorgt, welcher von der Unzulänglichkeit in die Eröffnung (und d.h. weitestmögliche Aufspannung nach allen Seiten: und das ist die geometrische Form des Kreuzes) und von der Eröffnung wieder in die Freiheit der Re-konfiguration, der Wiederzusammenbildung ermöglicht wird, welche das Kreuz eben und das Sehen des Kreuzes und das Übertragen des Kreuzes und des völlig Kreuzhaften auf das eigene "Fleisch" und das Annehmen des Kreuzes damit und der Problemlage und "Krankheit" und Sorge und seiner damit verbundenen Anverwandlung und Verwandlung zum Therapeutischen macht und damit zum Einzig-Therapeutischen eröffnet. Einzigtherapeutisch deshalb, weil es nicht nur heilt im Sinne einer Behebung der Symptomatik der Erkrankung, sondern weil es auch wandelt, weil es die ehemalige Krankheit in die Wohltat der Lösung und Annahme wandelt und d.h. öffnet, welche es in die noch größere Wohltat und das WUNDER damit des Heils verändert, welches ein neues Stehen aus der Kraft der Gesundheit und der Verwindung der "Krankheit" (welche im Augenblick der Einkräuselung eintritt und unweigerlich, wenn eine solche Lösung und Trans-formation nicht eintritt, welche eben aber offensichtlich nur über die "Kreuzigung" geschehen kann, zum Tode und zum Verenden und zum Einbruch führt) wenn also eine solche Lösung und Erlösung damit nicht eintritt) als der Verwindung des Todes und als ein Aufgehen und Aufgegangenseins eines neuen, eines neu zusammengestellten und d.h. gelösten und von jener Verkrampfung befreiten Lebens ist und d.h. gesunden und heilen Körpers ist.

Das Aufreißende, das Aufspannende und Öffnende und Vollendende damit des Kreuzes ist das Therapeutische des Kreuzes, welches in der Betrachtung für die Lösung und die Heilung sorgt und sie vollzieht und im eigenen Vollzug auf dem Weg des bewußten Aufsichnehmens des Kreuzhaften für eine Eröffnung des Beschränkten und Hinfälligen Lebens sorgt und für seine Eröffnung und Aufstellung in und als ein neues, größeres, erstarkteres und trotzdem nicht ein völlig und bezugslos Anderes, weil es nämlich das Alte Leben ist, welches durch die Erfahrung und die Wohltat der Aufspannung und Auflösung gegangen ist, und welches sich jetzt aus diesem neuen Geist und dieser neuen Erfahrung neu zusammen findet.

Das ist die kreuzhafte Rede des therapeutischen Seins des Kreuzes und des heilen und damit heiligen und ehrwürdigen und wundersamen (und selbst gnadenhaft verwandelten) Wesenswirkens jenes ehemalig teuflisch-bösen Tötungszeichens und Mord- und Bestrafungskonglomerats schlechthin.

Hier wird dann aber der Bereich des rein "Exakten-Naturwissenschaflichen" verlassen, weil jenes Gnadenhafte welches das Wesen des Kreuzes selbst verwandelt und es von einem Vernichtungs- zu einem Heilszeichen macht (es vom Gift ins Pharmakon wandelt), jene ursprüngliche Medizinart des und jenes verwandelnden Geistes kann dann nicht mehr so rein faktisch kreuzhaft (koordinatorisch) verhandelt und aufgespannt werden.

Das Therapeutische des Kreuzes und sein Heil und damit ein höchstwahrscheinlicher Sieg durch und über es zu höchst wahrscheinlich bleibt.

Was aber bleibt ist Heil.


Zusatz:
Praktisch bedeutet dies übertragen z.B. auf die symbolische Tatsache der leiblichen Krankheit oder psychischen Problematik des Lebens. Die therapeutische und d.h. heilsame und problem- und gebrechensauflösende Kraft und Macht des Kreuzes ist kein "nur Geistiges" im Sinne eines rein Metaphorischen, "Symbolischen" das dann aber doch keine Auswirkung und Verwandlungsmacht auf die direkte Materie hat, auf den Leib und die Verkörpertheit, in der wir "nun mal" sind als Menschen und die wir als Menschen sind.
Die Kraft und Macht des Kreuzes, welche eine physikalische Umstrukturierungs- und Heilungs- und Anverwandlungsmacht hat ist 1. hinlänglich schon erklärt und erklärbar aus der rein zeichenhaften Beschaffenheit und Konstitution, Konstruktion des Kreuzes als die Darstellung und Repräsentation der Schneidung der vertikalen und der horizontalen Dimension in einem harmonischen und optimalen Verhältnis. Dieses Verhältnis ist bei der Krankheit gestört, labilisiert und nicht vorhanden. In diesem Sinne er-innert das Angesicht, der Anblick des Kreuzes und der Kreuzung an jene Auf-stellung und Harmonisierung und Stabilisierung und ordnet sie im Augenblick der Betrachtung in das gerade aktuelle betrachtende Feld, welches somit in den Prozeß der Begradigung versetzt und zum Zustand der Auf-richtung als der erneuten Gesundung und Störungsüberwindung geführt wird, aus welchem die Heilungs- als Rekonvaleszenzphase erwächst, welche zur neuen und volleren Gesundheit führt.
In diesem Sinne ist die physikalische Ebene und Beschaffenheit des Kreuzes schon hinlänglich für die Erklärung und den Vollzug einer physikalisch-psychischen Anverwandlung als Re-stabilisierung auf dem Weg und in der Weise der harmonischen Einrichtung der Dimensionen, welche in dem Kreuz vollendet dargestellt ist und erscheint.
Die "Bereicherung des Kreuzes" aber um die Person des Gekreuzigten richtet eine unendliche Zusatzdimension ein und ermöglicht eigentliche Heilung und das Gelingen eigentlicher Heilung. Das Wissen und die Erfahrung der Hinnahme und des Aufsichnehmens des Leidens, des Durchstehens des Leidens, der Überlassung und der dann hervorgehenden am Auferstehungsleib offensichtlichen Heilung und Besiegung der Kreuzigung ist der Garant des Geistes in welchem die volle und eigentliche Heilung passieren und geschehen kann, der Raum der die physikalisch-psychische Wandlung birgt und sie dann in ihrem Vollzug bestätigt und/oder firmt.
Die physikalisch-psychische, auch die "gelungene" Heilung auf dem Weg der Aussetzung unter die Wandlungsmacht des Kreuzes kann auch einen eigentlichen Tod bedeuten, wenn z.B. das Physikalische "lebt" und das Psychische, aber der Geist, welcher es eigentlich belebt und ins Leben setzt und am Leben erhält nicht aufersteht, ausbleibt oder verstört bleibt.
Die Person des Gekreuzigten gibt dem Leidenden und Heilenden den Raum die physisch-psychische Umwandlung und totale Umstellung "bewußt" und d.h. personal (wenn auch mit der Kraft des Christus welche Gnade ist und genannt wird, welche wir von ihm, als dem ersten der den Tod bewußt überwandt und das unverletztliche Leben, die volle Gesundheit, wiedererlangte) zu vollziehen, um im solchen Vollzug auch geistig neugeboren zu werden und zu heilen und dann auch heil und im Heilen zu sein. Bishin zur Überwindung der Krankheit zum Tode.

Dienstag, 15. März 2011

THEOLOGISCHE EXKURSE I: Die Bestimmung des Menschen

Dieser Blog führt einen neuen Strang in das Betrachtungsgeflecht des Feldes der Entstehung der Welt ein. Alles schien mehr und mehr und zunehmend mit den letzten Einträgen darauf hin zu laufen, in etwas zu kippen, das vorerst mal ein Ganz-Anderes ist und eine Wandlung zu nehmen, welche alles scheinbar zu verwandeln droht und dann auch wahrhaft verklärt. Das Theologische ist kein Strang neben den anderen. Er ist gleich allumfänglich und zugleich ist er nichts, denn er verschwindet in und vor dem großen und reinen Licht und dem Lichtbrot, in dem er die WELT erscheinen läßt oder indem er die Welt ist und sich als diese übergibt, nicht aber ohne darin und in deren seitlich verschränkter, erstmals, Mitte seinen wahren und erhobenen und erhöhenden Platz zu finden und zugewiesen zu bekommen, von der ganzen Welt, welche ihm huldigt, zu ihm pilgert, sich um ihn nur versammelt, beiträgt und welches somit der Jubel und die vollendte Einrichtung der Welt ist.

Ich beginne diesen Strang mit einer kleinen Betrachtung


Über die Bestimmung des Menschen 


und anhand und durch einen Satz von Augustinus, welcher sich in seiner Bürgerschaft Gottes findet; genauer im 22. Kapitel des 12. Buches und welche lautet in der Übertragung von Wilhelm Thimme

"Seiner Natur wies er eine Art Mittelstellung an zwischen Engeln und Tieren. Wenn er, dem Schöpfer als seinem wahren Herrn untertänig, sein Gebot in frommem Gehorsam erfüllte, sollte er in den Kreis der Engel aufgenommen werden und, ohne erst sterben zu müssen, die selige, nie endende Unsterblichkeit erlangen; wenn er aber den Herrn, seinen Gott, unter Mißbrauch des freien Willens hochmütig und ungehorsam beleidigte, war ihm bestimmt, dem Tode überantwortet tierisch zu leben, Sklave seiner Lüste zu sein und nach dem Tode der ewigen Verdammnis zu verfallen." 

Ich will diesen, selbstredenden Text, vornehmlich unter einem bestimmten Aspekt betrachten, der für "uns" ("heute") interessant ist und d.h. aus einer anthropologischen und humanistischen ("humanistisch" verwende ich hier im heideggerschen Sinne als die Auffälligkeit der Reduktion und Konzentration des ganzen Seins auf und in das Bild des Menschen und auf und in das Menschenwesen) Perspektive aus besehen.
Ich betrachte ihn damit zugleich in einem Punkt und Verhältnis, welches zugleich die Würdigung des (Kirchenvaters) Augustinus bedeutet und beinhaltet und welche damit zugleich die Würdigung und Registrierung, (erneute) Erinnerung und die Heraustellung der darin enthaltenen und sie bedeutenden erweiternden, und d.h. kategorial! erweiternden, Erkenntnis ist, der Erkenntnis über die Bestimmung des Menschen nämlich.
Diese Erkenntnis ist nicht nur eine faktische Erkenntnis (daß-Erkenntnis). Sie ist auch eine einordnende und d.h. konkrete Erkenntnis (also materiale Erkenntnis), insofern sie nicht nur die Formalgründe und -verhältnisse erkennt, sondern insofern sie auch die Lebenswelt dieses Erkannten und damit als lebendige Erkenntnis wirklich ihren Gegenstand erkennt und vergegenwärtigt und in diesem Fall die Bestimmung des Menschen vor uns in ihrer Aufgehobenheit hinstellt und eröffnet und darbietet und darbringt. Das ist das Bewunderungerregende und das Ehrerweisungswürdige.

Dieses Verhältnis findet sich in der folgenden Herausstellung:

"Seiner Natur wies er eine Art Mittelstellung an zwischen Engeln und Tieren." und "(dadurch sollte er) in den Kreis der Engel aufgenommen werden und, ohne erst sterben zu müssen, die selige, nie endende Unsterblichkeit erlangen".


Hierin findet sich die spekulative Zuwachserkenntnis (kantisch korrekt würden wir von einer wahren synthetisch apriorischen Erkenntnis reden) über die wahre und aufgeklärte Bestimmung des Menschen, welche (natürlich nicht jedem) offensichtlich ist und als solche in ihrer Wahrheit sofort erkannt wird, indem sie selbstevident ist. (Sie ist es natürlich nur für den, welcher in einem bestimmten, sagen wir, positiven, grundsätzlich positiven oder auch nur empfangsoffenem Verhältnis zu jenem anderen großen Teil dieser Textstelle steht und welcher so zentral die Civitas Dei des Augustinus bestimmt, nämlich die Bedingungsangabe das obige: "Wenn er, dem Schöpfer als seinem wahren Herrn untertänig, sein Gebot in frommem Gehorsam erfüllte").

Das ist also die wahre und herausgestellte, offenbarte, schöpfungsmäßige und -geschichtliche und kosmologische und kosmopoetisch-kosmopolitische Bestimmung des Menschen:

Seine Anwärterschaft auf und seine gegenwärtige Vorbereitungsbestimmung für den Rang der Engel

(und damit Unsterblichkeit) (und damit auch zugleich Leibhaftigkeit und damit einer besonderen Engelhaftigkeit, muß hier eingefügt werden, denn nicht zufällig und vorübergehend und nur zur Prüfung und zum Mittel haben die Menschen einen irdischen Leib empfangen..).

Das ist der höhere und eigentliche Sinn des Menschenwesens und des Menschengeschlechts und das heißt wie er  gehört werden muß von den jeweiligen beiden Richtungen, Dimensionen und Konstituenzien her: der "irdisch-tierischen", niederen und der "überweltlich-geistig-engelhaften" und höheren. In der aufsteigenden Bewegung damit der Anverwandlung der Naturalität des Menschen und damit der Naturalität der Natur selbst und d.h. hier ganz konkret der Verwandlung von der endlichen, sterblichen und hinfälligen Natur und Physik und vergänglichen Geschaffenheit hin zu einer strahlenden, herrlichen, unvergänglichen, unversehrten und ungeschaffenen, ewigen Natur und Sinnlichkeit und Physik. Und in der absteigenden des Eingangs und der Verkörperung und Leidensannahme und Passivität über Selbsttranszendenz der reinen körperlosen Engelhaftigkeit und d.h Geistigkeit und Intellektualität und Willentlichkeit, Begehrlichkeit und Liebesfähigkeit, welche auf dem Weg ist endliche Unendlichkeiten, zeitlichbedingte Ewigkeiten zu schaffen, Darbietungen reiner Selbstgabe und -mitteilung, welche sie gottählich oder gar göttlich macht oder in jenen göttlichen Stand erhebt und zu ihm einprägt und einweiht.

Das ist als Beitrag zum heutigen Menschen und seiner Selbstverständigung und -aufstellung (seiner Vermittlung in der Diskursivität der rationalen Animalität und animalen Rationalität, der Würdediskussion und -besinnung seiner selbst, in mitten seiner weltlichen Aufstellung und seines weltlichen Lebens, welches zerklüfftet ist und konfliktiv selbstverschüttend zwischen seiner animalischen und vitalistischen Bestimmung und seiner freien-geistigen-würdevollen Bestimmung, seiner Geistigkeit und Gewissentlichkeit und seiner "schwachen und verletzbaren" Natur und dem Fehlen einer selbsterträglichen und in sich ruhenden und stimmigen und überzeugenden Zielrichtung und der Zweckhaftigkeit eines Vor-Bildes, dessen Verfolgung und bloßes Dasein dem Menschen und d.h. der Menschheit Ursache ist der Aufrichtung, der Befreiung und dann auch damit des Erfolgs, welcher schon in diesem Akt der Öffnung und des Aufblickens und des Erkennens und Annehmens seiner Bestimmung und seines Wesens besteht) hier eingebracht und eingestochen, als ein Pflock eines möglichen Gespanns und "des Zeltes", welches die neue mögliche oder die werdende und im Entstehen und in der Geburt und Zeugung begriffene Welt ist.
Es ist ein Beitrag der anthropologischen Aufklärung und der anthropologischen kosmopolitischen Aufrichtung und Aufstellung. Es ist somit, vom Hl. Augustinus, ein Aufriß und die Vorausbestimmung und kosmopoetisch-strategische Prägung der Geschichtsentwicklung und des Sinnes und Zweckes des Geschichtswerdens. Es ist eine Furche im Werden des herrlichen Leibes, welcher die Welt ist und welcher die Welt des einen Herren und Königs, Jesus Christus ist, welcher alles in sich versammelt und zu dem alles gehört und gehören soll und in dem alles geheiligt und d.h. vergöttlicht werden wird und sogar und gerade die Erde (und der menschliche Geist)!


Riegel und Öffnungen
Damit will ich nur noch kurz zu ein Paar anderen wesentlichen und ziemlich problematisch, und geschichtlich problematisch und konfliktiv gewordenen und sich darstellenden Begriffen und Verhältnissen kommen, welche aber wesentlich sind nicht nur für die hier angeführte und erwogene Stelle, sondern auch wesentlich sind und Türen sozusagen sind, Schwellen und Brücken für das rechte und mögliche Passieren dieser herausgestellten zentralen Offenbarung und Einsicht des augustinischen Textes und des realen Verhältnisses damit, den sie ausdrücken und vermitteln.

Diese sind: "dem Schöpfer untertänig", "sein wahrer Herr", "Gebot", "frommer Gehorsam", "Mißbrauch des freien Willens", "hochmütig und ungehorsam", "Sklave seiner Lüste".

Die Begriffe "Untertänigkeit", "Herr" und "Herrschaft", "Gehorsam", "Gebot" sind und stehen unter einer grundsätzlichen Diskreditierung, Negativbesetzung. Sie sind ja geradezu, heutzutage und in unseren Kreisen, welche aber auch nicht die wenigen Kreise sind, der Inbegriff und die Garanten und Prototypen des Negativen und Unannehmlichen!
Sie sind auf jeden Fall in einer solchen Projektivität Verhinderungsquellen und Sperren der Eröffnung jeglichen Segensreichen und auch dann natürlich des auch nur möglichen Nachvollzugs und Empfindens und Erfahrenkönnens einer solchen vollen Erkenntnis und Verhältnisangabe, welche an sich von unfaßbarer Bedeutung und Werthaftigkeit und Heiligung und Würdigung eben des MENSCHEN selbst ist!
Diese Begriffe sind die grundsätzlich mehr wie Verdachtbesetzten
und es ist einer solchen negativen Projektion vollkommen unmöglich das Erfüllende und Befriedigende und Rechte und Gerechte, Gute, Schöne und Wahre solcher und dieser Begriffe und d.h. auch immer Wirklichkeitsdarstellungen zu vernehmen.
Die Untertänigkeit wird nicht als eine Partizipation an und Aufgehobenheit durch unvorstellbare Güte, Wohltuendheit, Perfektion, aber auch "Menschlichkeit", Hingäblichkeit, und allgemein nicht als ein Betreten der Herrlichkeit, ein Anteilnehmen an ihr als der absoluten uns aufhebenden und aufnehmenden und damit emporhebendsten Vollkommenheit und Herrlichkeit eben gesehen. Der Gehorsam wird nicht als das Vermögen oder als der Sachverhalt des andauernden Vernehmenkönnens und Verbleibens in diesem Vermögen der Unendlichkeit gesehen und verstanden. Die Herrlichkeit, Herrschaftlichkeit und der Herr wird als der absolut Vollkommene und absolut Gute und Liebende und Freisetzende nicht in seiner absoluten Freilassungsfähigkeit, Aufnahme- und Versammlungs- und Vereinigungsfähigkeit und damit Heiligungs- und Vollendungsfähigkeit gesehen und damit gehabt.

Damit wird aber in einer ganz verderblichen und traurig-tragischen Weise die Anteilnahme am Vollkommenen und Vollendeten und dem Guten und Schönen und der Wahrheit der stimmigen Offenbarkeit selbst zerstört und abgewiesen und damit dann auch "vernichtet". In dem Sinne, daß sie dann einfach für den jenigen, der in einer solchen Glaubenswelt lebt, tatsächlich nicht mehr da ist,
bis sie sich "mühselig" hineinoffenbaren muß, oder wie ein Dieb bei Nacht einbrechen muß oder blenden und dann auch traurig beschämen muß beim unausweichlichen Anmelden und trotzdem voll und ohne jegliches Nachtragen und damit in und als volle Gnade frei beschenkt und ausgießt, um jene Vollkommenheit zu zeugen, um die es ihr nur geht und welche sie andauernd im Begriff ist herzustellen, weil sie nichts anderes als Dar- und Herstellung der Vollkommenheit ist.

Ein gesundes und versöhntes Verhältnis also mit diesen Verhältnissen und Begriffen und sozusagen Schwellenhütern ist somit so etwas wie der Weg und die Eröffnung jener seraphischen Herrlichkeit,
welche hinter den Worten der "Unsterblichkeit" und Ewigkeit und der Vollendung in einer menschlichen Engelhaftigkeit der Schöpfungsevolution wartet und sich bereit hält.

Ein geklärtes Verhältnis, welches wesentlich etwas mit dem Akt des Mündig- und Erwachsenwerdens, der Vollentwicklung des Menschen  zu tun hat, welcher den Stand der adoleszenten Rekursion und Repetition seiner Selbst- und damit Welt- und Schöpfungswahrnehmung endlich in die Erwachsenheit hineinstellt und verwandelt und d.h. in ein normales Verhältnis zu sich und seiner Bestimmtheit und "Endlichkeit" und Gewährtheit, dem darin enthaltenen gleichzeitigen Verhältnis zur Bedingungs- und Gewährungsfülle der Unendlichkeit und Unerschöpflichkeit seines Grundes, welcher ihn gewährt und frei stellt und sein läßt, sowie damit und in diesem Verhältnis mit der gleichzeitigen Offenbarung seiner Berufung und Bestimmung, welche in diesem eröffneten und hergestellten, normalen Verhältnis zwischen ihm und (seiner) Unendlichkeit besteht, als derselbige Augenblick derselbigen Erfahrnis völliger Aufgehobenheit, Geborgenheit, Getragenheit und Beschütztheit und dem  jener der damit verbundenen vollen und eigentlichen Ermächtigung.

Ein Spiegel verzerrter, unaufgeklärter Selbstbestimmung und Selbstwahrnehmungsbestimmung und ein erhöhter Antrieb und Anporn des Heraussprungs in und zu ihrer Erlangung und Erfassung.

Samstag, 12. März 2011

Der Spruch im Wandel "Gottes Ehre dein Heil"

Meditation der Befreiung

"Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand." 
Sprüche 9, 10

"Ein Mensch vermag, indem er sich weigert, Ihn anzubeten, ebensowenig Gottes Glorie zu mindern, wie ein Wahnsinniger die Sonne auslöschen kann, indem er das Wort "Dunkelheit" auf die Mauern seiner Zelle kritzelt. Aber Gott will unser Gutes, und unser Gutes ist, daß wir Ihn lieben (mit jener den Geschöpfen eigenen antwortenden Liebe); und um Ihn zu lieben, müssen wir Ihn kennen; kenne wir Ihn aber, dann werden wir in der Tat auf unser Angesicht niederfallen. Tun wir es nicht, so zeigt das nur, daß, was wir zu lieben versuchen, noch nicht Gott ist - obwohl es vielleicht die nächste Annäherung an Gott ist, die unser Denken und unsere Phantasie zustande zu bringen vermag." 
C. S. Lewis, Über den Schmerz 


Einleitung

Das Folgende ist eine Erwägung eines grundlegend revolutionierenden und freisetzend-befreienden Verhältnisses, des Mediums der Eröffnung und Erlösung unserer Welt und Wirklichkeitsverständigung, welches zugleich das Mittel und der Weg eines wahrhaften Zusichkommens und Wirklichwerdens ist.

Die Heil- und Errettungssprüche

Dieser Sachverhalt und dieses Verhältnis sind und finden sich gebündelt zentriert, gefaßt und strahlend entlassen einerseits um den Spruch:

„Gottes Ehre dein Heil“

und andererseits vollzugshaft („magisch“) geschehen z. B. in dem folgenden Gebetstext aus dem Stundengebet der Kirche (Oration der Laudes der 3. Psalterwoche), welcher lautet:

„Gott, du Quell und Ursprung unseres Heils, mach unser ganzes Leben zu einem Loblied deiner Herrlichkeit, damit wir einst im Himmel dich preisen können ohne Ende. Darum bitten wir durch Jesus Christus.“


Die Verortung – Methode und Stand

Es sollte noch vorweg gesagt werden, daß die Meditation als ein Weg der mittelnden Erschließung eine „weltliche“ ist. Sie hat ihren Ausgang im Denken der Welt und ist somit aus der vollen Weltlichkeit. Sie will insofern eine philosophisch-verstandesmäßige, also der Vernunft gemäße Rekursion und Meditation sein. Sie wird aber, das kann schon jetzt gesagt werden, eine transzendental-transzendierende, eine eingehend-ausgehende sein, weil sie es wird sein müssen. Das Transzendierende und Rückaufhebende ist somit wesentlicher Bestandteil (und gerade wesentlicher und vielleicht neuentdeckter Bestandteil!) unserer Vernunft, welche gerade darin bestehen wird, daß sie dieses Vermögen an ihr selber und als solche ein Vermögen zu einer solchen Überschreitung und zu einem solchen wahrhaften Eingehen ist.

Die Vernunft und der Weg der Gesamtheit der Vernunft beinhalten aber auch noch mehr.

Wesentlich eignet der zur Transzendenz fähigen und eröffneten, wahrhaften und absoluten Vernunft danach ein noch wundersameres und überwältigenderes Vermögen: Die wirklichkeitserfaßende und die wirklichkeits-grund-über- und -ein-steigende Vernunft (und somit als Vernunft der dann auch absoluten Transzendenz) ist wundersames, unaussprechliches, jubilatisches Vermögen und die Vernunft dann der Einfassung der absoluten Transzendenz, der Verkörperung, Fleisch- und Wirklichkeitwerdung der absoluten Transzendenz und der Absolutheit als das Vermögen und das Wundersein des Werdens absoluter Wirklichkeit. Die Transzendenz und die wahrhafte Transzendenz sind somit in ihrer Erfüllung und in ihrer Eigentlichkeit Gnaden der Schöpfung und der Neuwerdung und Überhaupt-Werdung der Wirklichkeit, welche erst jetzt allererst Wirklichkeit wird, weil sie wirkliche Wirklichkeit ist, aus einem wirklichen und d.h. Unverbrüchlichen und Beständigen und Immerwährenden und Allvermögenden und Gutschöpferischen Wirklichkeit ist.

Diese dritte Beschaffenheit und Wendung soll aber an dieser Stelle noch in ihrer expliziten Betrachtung ausgespart bleiben. Diese Betrachtung will und wird sich auf jenes zweite Ereignis der Transzendierung konzentrieren, aus der dann, wenn sie eigentlich und in Gänze vollzogen wird, die Gnade dieser dritten Wendung und Eigentlichkeit und Verfassung aufgehen wird und wie die Frucht sein wird oder wie das Ergebnis, der Erweis.

Die Betrachtung ist also, so wollte ich feststellend sagen, eine säkular-transzendentale. Sie ist eine kulturperspektivische und kulturreflektorische. Sie ist aber auch aus einer heilstherapeutischen Perspektive verfaßt, in Angriff genommen und entworfen. Es geht immer um die Erlösung und die Errettung und die Ermöglichung, Eröffnung und das volle Werden unserer Selbst.

Diese Betrachtung steht somit am äußersten Rand und im Innersten, an der fore front und im core unserer heutigen Welt, wie sie ist und was sie bestimmt. Sie empfängt diesen Spruch und den Segen schon im Vernehmen dieser und ähnlicher Sprüche, Eröffnungen und Weisungen und sie macht sich frei und auf den Weg, ihre Vollendung und ihre Erfüllung zu wagen.


Meditation

Den überaus segensreichen und kernkräftigen Spruch „Gottes Ehre dein Heil“ habe ich an einem Gedenkkreuz vor der Matthiaskirche in Berlin Schöneberg „ganz beiläufig“ gefunden (oder er ging mir dort dann plötzlich und zu einer gegebenen Stunde auf und fand mich oder fand den Herausruf und die Bestimmung der Stunde, nachdem ich ja unzählige Male davor an dem Kreuz vorbeigelaufen bin und auch das Kreuz als solches betrachtet und durchaus wahrgenommen hatte!!).
Ich weiß nicht, ob der Spruch ein feststehender Spruch der Tradition ist. Google spuckte keine Ergebnisse für den gesamten Spruch aus. Ich weiß auch nicht, aber ich kann es mir durchaus denken, daß der Gedanke und das Verhältnis, die in ihm auf den Begriff gebracht und eingefaßt worden sind, sicherlich zu dem unendlichen und zu Unrecht verschmähten Schatz des geheim-halbgeheim überlieferten Glaubensgutes gehören und wenn er das nicht tut in seiner Expliziertheit, dann muß sein aktualer Verfasser als ein wirklich genialer und prophetisch Inspirierter gelten, gelingt es ihm doch oder dem Spruch auf geradezu höchstem und eigentlichsten Niveau ein gesetzmäßiges, wesentliches und entscheidendes Verhältnis einzufassen und damit zu eröffnen und zur Offenbarung zu bringen und als Heilsspruch, wenn auch in dem betreffendem Fall sehr bescheiden und halbverborgen-entborgen ins Leuchten zu bringen und zur Verfügung zu stellen, als jenes Licht und als jenes geistige Brot, Manna, das eröffnend weist und das wahrhaft lebensnährend ist, sowie als Quell und Ausgang jenes Wassers, das als das lebendige und wirkliche Lebenswasser in der Lage ist, das wirkliche Leben zu tränken, jene Trockenheit, Dürre und jenen verzweifelten fast schon Brand zu stillen, um wahres Leben aufgehen und sprießen zu lassen.

Der Spruch ist ja ganz einfach und besagt etwas ganz Einfaches und Eindeutiges. Er sagt, daß:
Ein Leben, oder wenn das Leben, das in Gänze in der übermäßigen Gesamtheit der eigenen Lebensbesorgungen und -vollzüge, in ihrem verflochtenen und manchmal auch verworrenen und verstrickten Geflecht, System und Gesamt besteht und gerade darin besteht, immer mehr und mehr darin aufzugehen und alles in diesen faden-scheinigen Vollzug, diese Spinnerei und Einspinnerei überzuführen und somit darin eine absolute Eingelegtheit und Vertraulichkeit und Gemütlichkeit und Aufgehobenheit un Ein- und Geschlossenheit zu machen, daß ein solches Leben
  1. einerseits, ob einer solchen inklusorischen und dann auch eigentlich vereinnahmenden Vorstellung wegen, immer ein unheiles bleiben wird und wird bleiben müssen und daß

  2. sein Heil und d.h. seine Erlösung und Errettung, aber auch seine Eigentlichwerdung und d.h. dann auch die Vollendung seiner Selbstwerdung und d.h. die Selbstverwirklichung gerade darin besteht, daß es in einem solchen aufgehobenen und eingefaßten und alles einfaßenden und aneignendem systemischen Leben und Gesamtlebenssystem und in einer solchen wenn auch gedantlich vermittelten so doch einer Lebensgesamtnaturalität eine besondere Art und ein besonderes Funktiv des Lebensvollzuges und seiner Selbstverwirklichung einflicht, welche darin besteht, daß anscheinend einem ganz Anderen und Ursprünglichen und auch All-hervorbringendem und -erhaltendem und damit auch Unverfügbaren und an sich Freien und eigentlich Eigenmächtigem und trotzdem uns Entlassendem und Hervorbringendem und Bergenden und Wollenden und erlösen und befrieden Wollendem oder der vorstelligen Gesamtheit dieses gesamten Lebens, welches dann ein eigenständiges und unendlich unverfügtes und freies ist und wird, das auf einen zukommt und daß sie über einen ausgießt und entlässt oder das alles was ist, entlassen hat und wahrhaft aufhebt, „die Ehre erzeigt“ wird. Dies ist das Heil, unser Heil, das gerade in dieser Wendung und Ermöglichung und Handlung und Ertätigung besteht, so der Inhalt des Spruchs weiter. Diese scheinbar wiedersprüchliche Haltung und dieser scheinbar un- und/oder übersinnliche und eigentlich sinnliche Vollzug ist das Mittel und die Eröffnung und der Vollzug unseres Heil und d.h. der Vollendung unseres In-seins und unseres Lebens als unserer immanenten und eingreifenden Selbstverwirklichung, welche in der Immanenz als von einer absoluten Transzendenz sich eingerichtet findet und als in dieser Wahrnehmung und Anerkennung ihrer Verfasstheit vollziehend sich entdeckt, einrichtet und heilsam-erlöst und eröffnet anerkennt.

    In der Wendung „eigentlich sinnlicher Vollzug“ geht aber etwas davon auf, von woher der Ursprung einer solchen Einrichtung und Einsetzung sein muß. Weil er uns übersteigt und damit unser Zulangungsvermögen (weil er ja gerade das Widersprüchliche zu unserem eingefaßt-einfaßendem Selbst ist) muß die Einrichtung eine gnadenhafte Einrichtung und eine Gewährung und damit eine Gewährung des Heilenden selbst sein, welcher in diesem Weg unsere Eröffnung zu ihm eröffnet, einruft und zeigt, welcher der Weg unserer Errettung ist und unserer Befriedung und Erlösung von der Unzulänglichkeit und Unbefriedetheit eines bloß kreishaften Selbstverkehrs und -verzehrs und welcher somit eine Selbsteinrichtung einrichtet und eröffnet und aufgehen läßt, welche gerade dadurch sich erfüllt und zur Vollendung kommt, wo die Gnade gewährt wird oder aufgeht, wo das Selbst und sein Selbstvollzug nicht in diesem kreishaft geschlossenem Selbstverkehr und -verzehr und in dieser sicherheitgebenden Immanenz beruht (welche nicht das Unverfügbare in sich enthalten können, das aber jenes ist und sein wird, wie entdeckt wird, das das Leben ist), sondern welcher als das Selbst gerade in dem Vollzug der Anbetung und d.h. der Ehrerweisung jenes Vollen und Eigentlichen und Allmächtigen besteht, welches und welcher das Allverfügende und Entlassende ist und welcher als solcher gerade nicht verfügbar ist, sondern die Freiheit der Unverfügbarkeit und der Überflüssigkeit und des vollendeten Reichtums der Schöpfung und der Hervorquellung und -bringung und Heilung darstellt, welche uns jene Ehre erweisen und zu erkennen erlaubt, welche wir als die solchen Ehrerweisenden und Umversammelten und Anbetenden der Schein und das Walten jener Unverfügbarkeit und Freiheit und Schöpferischheit sind, welche in der Gnade um das Heil und die Vollendung bittend, diese Gnade und die Vollendung gerade eben in der Einrichtung und der Eröffnung und der Institution dieses Verhältnisses der Ehr-gebung empfangen haben, welche wir vollziehen oder welche sich an uns vollzieht und welche wir dann als das Zeichen und den Erweis des Heils darstellen. Womit wir bei der anfangs vermerkten dritten Wendung und Einwendung der Transzendenz- und Eingangsbewegung der Vernunft wären: Diese richtet und diese ist es gerade, die das Heil und d.h. die Wirklichkeit, als die heile Wirklichkeit einrichtet und in deren Vollzug und Mitvollzug unser Heil und d.h. Leben besteht. Dieses fängt aber mit dieser transzendentalen Eröffnung an und ist in diesem Verhältnis substanziell zur Ereignung und Darstellung gebracht.

Ausblick – Einrichtung, Erfüllung

Von hieraus kommen wir inmitten und aus dem Herzen und Glühen der Meditation fast ummittelbar zu jenem Stundenbuchgebet und sehen uns in die Notwendigkeit versetzt, seine Worte zu verwenden oder uns diese vorsetzen zu lassen zur Fassung dieser Unfaßbarkeiten, welche dann doch so real und wirklich sind und in welchen sich unser Leben wundersam eröffnet, verwandelt (transzubstantiiert?), indem wir für dieses Verhältnis keine anderen Worten verwenden könnten als die:

„ mach unser ganzes Leben zu einem Loblied deiner Herrlichkeit“

Das Leben wird in einem solchen Zug der heilshaften Ehrerweisung vor dem „Gott“ als der unverbrüchlichen und unverfüglichen Ganzheit und Andersheit und Schöpferischheit und jenem, welcher uns und alles was unser ist, als die Gesamtheit hervorbringt, hervorbringen muß, liebend entlassen und gewähren muß, welcher uns freisetzt, welcher uns gerade zur Gänze und d.h. in unserem Heil und in unser Heil (und d.h. wie wir eben gerade gesehen haben, unser Leben) freisetzen will, in die Freiheit und Eigentlichkeit dann, welche darin besteht, „unser ganzes Leben zu einem Loblied“ zu machen, zu einem Loblied (Das Leben ein Loblied sein und werden zu lassen und eröffnen, welchen größeren Erweis des Heils kann es geben als ein solches sich unentwegt und unverfügt erfüllendes, von Ewigkeit zu Ewigkeit, von Seligkeit zu Seligkeit gehendes Leben?) als dem Lobpreis dieser alleinrichtenden und heilen Herrlichkeit, welche die Herrlichkeit des Gottes ist, welcher der Garant ist unserer Gesamtheit, unserer Freiheit und unverfügbaren Einrichtung, welche aber trotzdem eingerichtet ist und entlassen und behütet entlassen, wenn auch frei, dann aber auch vollendet in dem Heilsspruch und dem Heil der Eröffnung in sein Lob, welches das Lob unseres wahren Selbsts ist, des lobenden Selbst, das die unvorstellbare und die unverfügbare und die trotzdem allheile und umfänglichste und allvermögendste, weil all-frei-liebendste Schöpferischheit und Seiendheit und damit Göttlichkeit des Gottes lobt, aufrechterhält, unterstützt und damit in ihm, mit ihm und durch ihn das Alles vermag und alles hat und an allem Anteil hat und alles bekommen hat und an der unendlichen Vermögendheit und der Ewigkeit teilnimmt als dieses lobend eröffnete, vorstellige und einrichtungsfreie Leben, welches eins, wenn die Fülle des Lobes- und d.h. Heilsvermögens erfüllt und erreicht ist, im Himmel preisen wird,

„im Himmel Dich preisen wird ohne Ende.“

Himmel! Die Erfüllung und Vollendung der Wirklichkeit.


Ende der Meditation. Anfang.


Zusätze:

1. Lob als Mittel der Reinigung und Vollendung Das ermöglichte Lob öffnet die "natürlliche" Geschlossenheit des Systems und erweist es aus dieser vorstelligen Öffnung vor das Reine, Unbedingte und das Gute als solche, oder als den Vollzieher allen dieses, al den Guten, Allmächtigen, in seiner Art als mangelhaft und auch "verschattet", "vernebelt", in Unzulängliches bis Verderbliches verstrickt, "besudelt" und unheil (d.h. auch das Heil nicht denken könnend!).
Das Lob und der Herausstand vor dieser externen rein guten Macht reinigt eine solche Schöpfung und Realität an sich und bringt sie zur Erkenntnis der notwendigen Vollkommenheit jeder Schöpfungsnatur als von eben diesem Schöpfer als gut und sinnvoll und vollkommen geschaffen. (siehe die Lehre des Heiligen Augustinus hierzu vor allem z.B. im 12. Buch der Civitas Dei) 
Dies animiert erneut die Klärungs- und Reinigungskräfte und d.h. die Einsicht und über dieses das Leben oder v.v..
Das extatische Lob ist in diesem Sinne auch Mittel der Reinigung.

2. Das Lob offenbart und reflektiert die wahre Beschaffenheit der Wirklichkeit Warum aber gerade "Lob und Preis" als die endgültige Wirklichkeit der Anbetung Gottes, als dieses ursprunggewährenden und anfänglichen Bedingens, Hervorbringens, Gewährens und Bergens von Allem?
Das kann man fragen. Es wird aus dieser Spiegelung und Reaktion, welche das Lob ist, aber das Wesen und auf die Verfassung der Schöpfung zu schließen sein, welche dann jenseits der Vernebelung und in ihrer Eigentlichkeit und Tatsächlichkeit ist. Sie ist schlicht eine Überwältigende. Deswegen kann ekstatischer Jubel und Freude nur die richtige und angemessene, natürliche Reaktion auf ihre Gewahrung sein. 

3. Gotteslob als das Heilende Aus dem Lobpreis Gottes um Augenblick des Versenktseins im Feuerkessel der drei Jünglinge beim Propheten Daniel (3,57-88), also just und genau in dem Augenblick des Übel und des Verderbens und der Vernichtung, wird das Lob als das Heilende und als das heilende Retten offensichtlich.
Das Gleiche in der Weise der völligen Lebensrettung und -heilung der Todesverfallenheit und -bestimmtheit des Lebens gilt für den am Kreuz sich übergebenden, gekreuzigten Jesus, welcher trotz der Verlassensfrage an den Vater der Bestimmung folgt und (in lobendem Vertrauen, also in jener Art des Lobs, welche die höchste ist, als Lebensvollzug und -darbringung) seinen Geist in den Schoß des Vaters anempfiehlt und sich so in lebensschaffender und ewig hervorbringender Ewigkeit bergend rettet und vom Tod zum (noch größeren und eigentlich werdendem) Leben heilt.
(Hier hat "das Böse" und Unzulängliche in seiner Abschneidung und Opferung und seinem Aufsichnehmen dann noch die Aufgabe von der Verwechslung ("Leben ist Tod.!") zu befreien und zum Eigentlichen zu öffnen ("Leben ist Leben. Es ist auch durch Tod nicht zerstörbar. Das Leben besteht aber auch in der Aufgehobenheit und Geborgenheit und völligen Ausgerichtetheit an dem Vollkommenen, Guten an sich, des Gottes.) (s. THEOLOGISCHE EXKURSE II: Das Therapeutische des Kreuzes)